Rote Zora

Oh what a beautiful morning...

Soweit ich weiß war gestern weder der Freitag noch der 13., sondern ein ganz stinknormaler Sonntag. Zumindest rein theoretisch. Praktisch war es ein verdammt blöder Tag mit echt dummem Programm, der zu allem Überschluss auch noch richtig teuer war... Okay. What happened? Bekloppt wie Nils und ich (okay, im Grunde nur ich) nunmal sind, hatten wir uns überlegt am Sonntagmorgen vor dem Frühstück noch schnell meinen Feldtest, den ich in Marathondingen eigentlich schon für Samstag auf dem Plan hatte, abzuhaken. Nach ein bisschen Drängeln und Quengeln und einem energischen Bettdecke wegziehen habe ich Nils auch um 9.30 Uhr (an einem Sonntagmorgen!) dazu bekommen aufzustehen und sich in seine Laufklamotten zu schmeißen. Wir sind dann auch munter losgetrabt, doch die erste Ernüchterung dieses Morgens kam an der nächsten Straßenecke. Überall Autos und Menschenmassen, alle Straßen zugeparkt und der Weg in unseren schönen Hasseler Forst (den Wald direkt vor unserer Haustüre) mit vielen, vielen Läufern versperrt. Irgendwie hatte ich total verpeilt, dass hier der Martinslauf stattfand und meine schöne Laufstrecke, auf der ich an diesem Morgen meinen Puls auf über 196 Schläge bringen wollte (erklär ich euch später warum), war Teil einer Wettkampfstrecke und somit unerreichbar. Mächtig gefrustet machten mir uns auf den Weg nach Hause.
Aber damit fängt die Episode von diesem schönen Tag gerade erst an...
...vor der Haustüre ging er dann weiter...
Sie wollte einfach nicht mehr aufgehen! Erst versuchten wir es mit sanftem Hin- und Hergewackel, dann mit energischem Ziehen und Drücken und schließlich mit Kraft (haben uns eine Zange bei unserem Kioskmann der keinen Sonntag kennt ausgeliehen). Nichts hat geholfen. Etwa eine halbe Stunde und ungefähr 30 Flüche später, haben wir dann den Schlüsseldienst angerufen. Der versicherte uns zu unserem großen Entzücken in 40-45 Minuten dazu sein. Ist ja gemütlich vor so einer Türe bei 10 Grad und ohne Frühstück... Der gute Mann kam dann ungefähr 55 Minuten später, schien mir aber nach einem schmerzhaftem Händedruck zumindest Kräftetechnisch geeignet, uns wieder in unsere eigene Wohnung zu lassen. Er stellte sich als "Einbrecher" vor - diese Leute sind wirklich überaus humorvoll... Unsere vier Etagen nahmen Nils und ich im sportlichen Laufschritt und der gute Mann gab sein bestes dran zu bleiben. Oben angekommen keuchte und jappste er dann so stark, dass ich Stoßgebete zum Himmel schickte, er möge nicht vor der Tür kolabieren, da wir ja noch nichtmals ein Handy hatten, um einen Notarzt verständigen zu können (hatten von unserem Kioskmann den Schlüsseldienst angerufen). Nach ein paar Minuten fing er sich aber wieder und hatte anschließend mehr Luft, als mir lieb war. Er erzählte uns nämlich so ziemlich jede Story so detailliert, dass ich echt nur noch meine Ohren auf Durchzug stellen konnte. Dass er innerhalb von zwei Minuten in die Wohnung "eingebrochen" war, ließ mein Sicherheitsbefinden in unseren vier Wänden nun nicht besonders wachsen...
Er hat dann noch ein Weilchen daran rumgewerkelt ein neues Schloss einzubauen und uns mal eben locker vom Hocker 200 Euro abgeknöpft. Das war echt ne teure Nummer...
Mit reichlich Verspätung haben wir dann unser weiteres, super strammes Sonntagsprogramm durchgezogen (Reifenwchsel bei meinen Eltern, mein Feldtest, Wohung aufräumen und putzen, Spieleabend mit Lars und Jenny). Letzteres hat dann aber den verkorksten Tag (der mit einem verregneten und total frustrierenden Feldtest von mir alleine im Bergischen, während Nils die Reifen gewechselt hat weiterging) wieder ein wenig gerettet. Es hat echt Spaß gemacht! Gruß nach MH und Bochum

13.11.06 18:07

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